Umgang mit Psoriasis

Einige Patienten ändern aufgrund ihrer Psoriasis ihre privaten Gewohnheiten. Es kann sehr frustrierend sein, wenn Sie nicht schwimmen gehen mögen, keine Röcke oder kurzen Hosen oder, bei besonderen Anlässen, trägerlose Kleider anziehen mögen. Einige Patienten haben auch das Gefühl sich bedecken zu müssen, wenn sie jemanden zum ersten Mal treffen, da sie nicht wissen, wie der andere reagiert.

Einschränkungen durch Psoriasis

Im Vergleich zu Menschen ohne Psoriasis müssen sich Menschen mit Psoriasis über viele Dinge Gedanken machen, über die Menschen ohne diese Hautkrankheit nicht einmal nachdenken würden. So zum Beispiel beim Verreisen. Mit den zunehmenden Einschränkungen ist es manchmal erforderlich, bei Flugreisen eine Bescheinigung des Arztes für die Arzneimittel mit sich zu führen. Einige Arzneimittel müssen im Voraus zubereitet werden, einige Arzneimittel erfordern regelmäßige Bluttests zur Überwachung von Nebenwirkungen und einige Arzneimittel riechen unangenehm oder sind temperaturempfindlich und müssen kühl gelagert werden.

Umgang mit Psoriasis (Schuppenflechte): Unsicherheiten und Ängste nehmen

Der Umgang mit Psoriasis

Die gesellschaftlichen Beeinträchtigungen durch Psoriasis scheinen bei neu diagnostizierten und jungen Patienten stärker zu sein. Es ist hart für Jugendliche, nicht an Gruppenaktivitäten teilzunehmen, weil sie noch nicht wissen, wie sie mit ihrer Erkrankung umgehen können. Und letztlich ist es die Fähigkeit der Bewältigung und des Umgangs mit der Krankheit, was Psoriasis dem Patienten abverlangt. Auch wenn Sie keinen Einfluss darauf haben, Ihre Krankheit letztlich zu "heilen", können Sie immer lernen, den Einfluss auf Ihr tägliches Leben zu minimieren.

Wie lernt man aber mit der Krankheit umzugehen? Es wird einige Zeit dauern, die Krankheit anzunehmen. Die Entscheidung für den richtigen Behandlungsplan erfordert, sich zu informieren, Geduld zu haben und sorgfältig vorzugehen. Der Umgang mit Psoriasis - medizinisch, psychologisch und gesellschaftlich - kann sich mit der Zeit entwickeln. Wenn Sie aber herausgefunden haben, was bei Ihnen am besten anspricht, wird Ihnen dieses Wissen Unsicherheit und Ängste nehmen und es wird Ihnen helfen, ein glücklicheres und produktiveres Leben zu führen.

Umgang mit Psoriasis (Schuppenflechte): Die Reaktion von Außenstehenden

Reaktionen von Anderen

Unglücklicherweise glauben nicht informierte Menschen irrtümlich, dass Psoriasis "ansteckend" sei. Aus diesem Grund müssen Patienten sich manchmal mit unfreundlichen oder gedankenlosen Bemerkungen ihres Gegenübers auseinandersetzen. Einer der schlimmsten Aspekte ihrer Krankheit ist für viele Patienten die Tatsache, dass andere Menschen nicht zu verstehen scheinen, was sie durchmachen und ihnen somit möglicherweise kein Verständnis oder keine Unterstützung anbieten.

Ein informiertes Umfeld kann emotionalen Stress bei Psoriasis (Schuppenflechte) beseitigen

Informieren Sie Ihr Umfeld über Psoriasis

Möglicherweise können Sie am besten Missverständnisse ausräumen, indem Sie selbst möglichst viel über die Krankheit herausfinden und diese Informationen an Familie und Freunde weitergeben. Damit können Sie irrtümliche Vorstellungen korrigieren. Unabhängig vom Schweregrad Ihrer Psoriasis ist es immer der beste Ansatz, offen und ehrlich mit dem Thema umzugehen. Erzählen Sie Menschen, die Ihnen wichtig sind, dass die Psoriasis eine chronische, entzündliche Erkrankung ist. Erklären Sie, dass sie nicht ansteckend ist, keine Infektion und auch kein Zeichen für schlechte Hygiene ist. Legen Sie Wert auf die Betonung, dass Psoriasis – genauso wie die meisten Erkrankungen – behandelbar ist. Fordern Sie den anderen dazu auf, Fragen zu stellen und Ihnen auch offen seine/ihre Gefühle mitzuteilen. Es gibt eine Reihe von Verbänden und Organisationen, die Informationsmaterial über eine Vielzahl von Themen im Zusammenhang mit Psoriasis zum Download oder als Broschüren zur Verfügung stellen.

Über die Gefühle sprechen und Unterstützung bei Psoriasis (Schuppenflechte) erfahren.

Sprechen Sie über Ihre Gefühle

Wenn Sie erklären, wie Sie sich fühlen, besteht am ehesten die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Umfeld Ihnen die Unterstützung anbietet, die Sie benötigen. Sie müssen Ihre wahren Gefühle nicht verschweigen, wenn Sie gerade Probleme haben, mit der Krankheit fertig zu werden. Bauen Sie ein Netzwerk von Freunden und Familienmitgliedern auf, die Ihnen helfen können. Scheuen Sie sich nicht nach emotionaler Unterstützung zu fragen, wenn Sie sie brauchen. Nehmen Sie die Hilfe an, die ihnen angeboten wird und geben Sie im Gegenzug Unterstützung, wenn der andere sie benötigt.

Patienten, die der Meinung sind, dass ihre derzeitige Medikation keine ausreichende Symptomlinderung bewirkt, sollten ihren Arzt oder Hautarzt erneut aufsuchen und dieses mit ihm besprechen. Es gibt eine ganze Reihe von unterschiedlichen Behandlungsformen gegen Psoriasis und keine dieser Behandlungen spricht bei jedem und jederzeit an. Die Chancen stehen aber heute sehr gut, dass die meisten Patienten eine wirksame Behandlungsmöglichkeit finden, wenn sie mit ihrem Arzt im Gespräch darüber bleiben.