Häufige Fragen zu Psoriasis

Psoriasis ist eine komplexe Hauterkrankung, die sowohl Betroffene als auch deren Umfeld schnell verunsichern kann. Hier finden Sie Antworten zu den häufigsten Fragen rund um Psoriasis.

Ist Psoriasis ansteckend?

Nein! Es wird häufig angenommen, dass Psoriasis infektiös oder ansteckend ist, aber das trifft nicht zu. 

Ein Psoriasis-Patient kann die Krankheit nicht auf andere Menschen übertragen, ebenso wenig kann sich ein gesunder Mensch bei einem Psoriasis-Patienten anstecken.

Ansteckungsmythos Psoriasis (Schuppenflechte)

Ist Psoriasis erblich?

Ja. Psoriasis ist eine vererbbare Krankheit, aber die Art und Weise, wie sie vererbt wird, ist komplex und noch nicht vollständig erforscht.

Ein Kind mit einem an Psoriasis erkrankten Elternteil hat eine Wahrscheinlichkeit von etwa 1 zu 4 ebenfalls die Hautkrankheit zu bekommen.

Vererbarkeit von Psoriasis (Schuppenflechte)

Wie kann ich einen Freund/eine Freundin oder ein Familienmitglied unterstützen, das unter Psoriasis leidet?

Der erste Schritt ist, sich so gut wie möglich über Psoriasis zu informieren, damit Sie verstehen, was Ihr Freund / Ihre Freundin oder Ihr Familienmitglied durchmacht. 

Es gibt eine Reihe von Patienten-Selbsthilfe-Gruppen, die leicht verständliches Informationsmaterial über die Krankheit zur Verfügung stellen. Zu den wichtigsten Dingen, die Sie tun können, gehört es, Ihren Freund / Ihre Freundin oder Ihr Familienmitglied wissen zu lassen, dass Sie bereit sind, Ihnen zuzuhören und sie jederzeit zu unterstützen, wenn sie Hilfe brauchen.

Menschen mit Psoriasis leiden häufig unter einem mangelnden Selbstwertgefühl und schämen sich wegen ihres Aussehens. Sie können auch mit Zorn oder Depression reagieren oder sich zurückziehen, insbesondere wenn sie mit gedankenlosen oder unfreundlichen Kommentaren anderer Menschen konfrontiert werden. Nehmen Sie es nicht persönlich, wenn Ihr Freund/Ihre Freundin oder Ihr Familienmitglied sich anders verhält als sonst. Ermuntern Sie ihn oder sie zu einem offenen Gespräch, damit Sie besser verstehen können, was der Betroffene durchmacht.

Unterstützung von Familie und Freunden bei Psoriasis (Schuppenflechte)

Gibt es bestimmte Veränderungen des Lebensstils, mit deren Hilfe die Symptome der Psoriasis gelindert werden können?

Der Verlauf einer Psoriasis ist nicht vorhersagbar und es ist häufig schwierig herauszufinden, was die Krankheit auslöst oder verschlimmert.

Als allgemeine Regel hat es sich bewährt, nicht zu rauchen und große Alkoholmengen zu vermeiden, da dies bei einigen Menschen die Symptome verschlechtern kann. Einige Arzneimittel, einschließlich Lithium, Betablocker und bestimmte Tabletten gegen Malaria können zu einer Verschlechterung der Hautkrankheit führen. Wenn Sie vermuten, dass dies bei Ihnen zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt; möglicherweise gibt es alternative Arzneimittel, die er Ihnen verschreiben kann.

Es wird auch angenommen, dass Stress ein Auslöser für Psoriasis sein kann. Es ist natürlich unmöglich, Stress vollständig zu vermeiden, aber die Einhaltung allgemeiner Grundsätze für eine gesunde Lebensführung (eine abwechslungsreiche Ernährung, regelmäßige Bewegung und ausreichend Schlaf) sind eine gute Grundlage. Einige Menschen haben gute Erfahrungen mit dem Erlernen von Entspannungstechniken zur Stressbewältigung gemacht, wie z.B. Meditation oder Atemübungen. Daneben ist es auch hilfreich, leichte Kleidung zu tragen, aus Materialien die weniger wahrscheinlich zu Hautreizungen und Juckreiz führen.

Bewegung bei Psoriasis (Schuppenflechte)

Meine derzeitige Behandlung ist nicht erfolgreich – sollte ich mit meinem Arzt sprechen?

Ja, es gibt eine breite Palette von Behandlungsmöglichkeiten gegen Psoriasis.

Wenn Ihre derzeitige Behandlung nicht zu einer Linderung der Symptome führt oder nicht mehr so gut wirkt wie zuvor, lohnt es sich dies mit Ihrem Arzt zu besprechen. Wenn Sie durchhalten und Geduld haben, besteht eine gute Chance, Ihre Psoriasis unter Kontrolle zu behalten.

Behandlungsmöglichkeiten von Psoriasis (Schuppenflechte)

Ist Psoriasis nur eine psychisch bedingte Erkrankung?

Nein, Psoriasis ist nicht nur einfach eine psychisch bedingte Erkrankung (psychosomatische Erkrankung). Psoriasis ist eine chronischenicht-ansteckende, durch das Immunsystem ausgelöste Krankheit.

Es konnte nachgewiesen werden, dass Emotionen und psychische Faktoren (wie z.B. Stress oder ein traumatisches Ereignis) einen Schub auslösen und zu einer Verschlechterung eines vorbestehenden Zustands einer Psoriasis führen können. Es ist bekannt, dass das Vorliegen psoriatischer Läsionen Stress verursachen kann. Dies wiederum könnte zu einem Teufelskreis führen, der eine Verschlechterung des Zustands bewirkt.

Psoriasis (Schuppenflechte) ist mehr als eine psychosomatische Erkrankung

Hat Psoriasis Auswirkungen auf das emotionale Leben?

Ja, die Erkrankung kann negative Auswirkungen sowohl auf das emotionale als auch das körperliche Wohlbefinden der Betroffenen haben.

Die Schmerzen als auch die Scham im Zusammenhang mit den Hautveränderungen können zu Störungen sowohl bei privaten / gesellschaftlichen Aktivitäten als auch am Arbeitsplatz führen.

Untersuchungen haben gezeigt, dass die physischen und psychischen Auswirkungen durch die Psoriasis mit denen anderer Krankheiten wie Krebs, Arthritis, Bluthochdruck, Herzkreislauferkrankungen, Diabetes und Depressionen vergleichbar sind. Die Angst vor gesellschaftlicher Ausgrenzung kann zu Minderwertigkeitsgefühlen und Sorgen/Problemen, auch im Intimleben, führen.

Das Aussehen der betroffenen Haut kann bei Mitmenschen wenig sensible Reaktionen hervorrufen und Ausgrenzung von Menschen mit Psoriasis verursachen.Patienten mit Schuppenflechte haben deshalb häufig Schwierigkeiten Beziehungen aufzubauen. Es kann für Patienten und für Ihre Familien von Vorteil sein, wenn sie sich mit dieser Thematik befassen und sich informieren, bzw. hierbei professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Die Auswirkungen von Psoriasis (Schuppenflechte) auf das emotionale Wohlbefinden